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Artikel aus dem OBERNBURGER BOTE vom Mittwoch, 26. Juni 2002

Kanäle werden saniert, die Straßen bleiben heil
Gemeinde setzt erstmals so genannte Inlinertechnik ein

Mönchberg. Am Montag begannen die Kanal-Sanierungsarbeiten in den Straßen "Am Senger" und "Schulstraße". Zum ersten Mal wird im Ort das so genannte "Inlinerverfahren" zum Erneuern des Kanals verwendet. Dieses ermöglicht das Verlegen eines Kanals ohne Straßenaufbruch, was erhebliche Kosten sparen lässt.

Das Inlinerverfahren wird immer dann eingesetzt, wenn sich Kanalschäden über längere Entfernungen bis hin zu ganzen Rohrabschnitten zwischen zwei Schächten erstrecken. Dabei werden Schläuche direkt auf der Baustelle aus dem Grundmaterial Glasfaser oder Nadelfilz vorgefertigt. Diese werden in die zu reparierenden Kanal hinuntergelassen. In Kunstharz getränkt, werden die Schläuche im bestehenden Rohr an die Rohrwand gepresst und ausgehärtet. Dabei wird ein neues Kunststoffrohr im Kanal erzeugt.
Der Vorteil dieser Methode liegt auf der Hand: Die Anwohner müssen nur wenige Einschränkungen in Kauf nehmen. Die Straße muss nicht aufgerissen werden, den Anwohnern bleiben Schmutz, Staub und Lärm über Wochen hinweg erspart. Die Gemeinde profitiert dagegen von der Tatsache, dass sie kostengünstiger bauen kann. Am Montag wurden Interessierte und Beteiligte zur Baustellenbesichtigung geladen. Die Baustelle wurde von der Firma Kommunal Plan GmbH Braun und Jung aus Erlenbach unter der Leitung vom beratenden Ingenieur und Geschäftsführer Bernhard Fried vorbereitet.
Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung vom 21. Mai den Auftrag zur Instandsetzung von etwa 600 Meter Kanalleitung durch das Inlinerverfahren erteilt. Die Arbeiten werden von einer Mainaschaffer Firma ausgeführt. Die Sanierungskosten werden insgesamt etwa 140000 Euro betragen. mab